Das Feuer von Notre Dame - und die verbrannte Frau

Vollmondwoche. Alles tritt in die Kulmination, Erweiterung, Neustart. Das neue astrologische Jahr hat mit dem Feuerzeichen Widder seinen Lauf genommen und das Feuer hat mitten im Herzen Europas in der Stadt der Liebe gebrannt. Eines der wichtigsten Monumente, dem weiblichen Archetypus der Maria Magdalena geweiht, verbrannt.


Die Dämonen, die auf dem Dach von Notre Dame sitzen und das Weibliche in der Unterwelt gefangen halten. 

Es sind die starken Frauen, vor denen das Patriarchat Angst hatte. Jene die keinen Rollenbildern folgten, sondern frei in ihrem Sein waren. Denn der Ruf ihrer Seele war stärker als die Konvention der Gesellschaft. Frauen, die sich nicht dem Mann und seinen Bedürfnissen unterordneten. Rebellisch waren. Die zu ihrer Wahrheit standen. Keinem gehören wollten. Und noch weniger einem Mann. Sie waren wilde Frauen. So wie Maria Magdalena. 

Sie ist die heilige Hure. Die rote, fruchtbare Frau, die das Mysterium des Lebens in ihrer Gebärmutter trägt und Jesus’ Tor in seine Einweihung war. Durch ihre heilige tantrische Verbindung konnte er seinen Energiekörper stärken, transzendieren und erheben, um sich selbst zu erkennen. Es war ihre Liebe, die ihn getragen hat. Durch den Widerstand, das Leid und den Tod. Und es war er, der sie befreit hat von der Anhaftung der Liebe hin zur Liebe als Wahrheit des Lebens. Die immer frei und unschuldig ist. Maria Magdalena. Sie war eine starke Frau. Eine Frau, die über Grenzen ging. Nicht nur gesellschaftlichen, sondern vor allem über ihre eigenen. Sie war wild. Provokant. Wunderschön. Sinnlich. Und zutiefst verankert in der weiblichen Kraft. Sie ist die Trägerin der Geschichte des Weiblichen der letzten 2000 Jahre. In der Scham, der Schuld, der Verdammnis, des Verhüllt werden, angeprangert werden. Und es ist im Betrachten ihrer Geschichte, das wir als Frauen in die Aussöhnung mit unserer Sexualität tauchen. 

Wilde Frauen mussten dominiert und bestraft werden. Als Verführerinnen degradiert. Ihre Sexualität mit Scham und Schuld belegt werden. Und wenn das nicht reichte, dass wurden sie dem Feuer übergeben oder in den dunklen Kammern der Kirchen gefoltert, vergewaltigt und entwürdigt. Das ist der Schmerz des kollektiv weiblichen Unbewussten in Europa. Und die Schuld des kollektiv männlichen Unbewussten in Europa. Wir müssen zuerst das Licht auf die Geschichtsschreibung werfen, die Lügen der Macht aufdecken, genau hinsehen, bevor wir in die Liebe zueinander gehen können. Wir müssen verstehen, was uns im Unbewussten prägt - alle verdeckten Muster aufdecken, bevor wahre Vergebung und wahre Liebe stattfinden kann. 

Befreiung

Für mich fühlt es sich so an, als wären die Mysterien des weiblichen Wissens, die in Notre Dame in Stein gemeistert waren, durch das Feuer in den Himmel gestiegen. Befreit worden, um sich wie feiner Lichtstaub des Bewusstseins in das neue erwachende weibliche Bewusstsein zu legen. Wie Asche - aus dem Alten durch das Feuer transformiert, die sich nun über die neue fruchtbare Erde legt, um die neue Geschichte zu schreiben. Wir dürfen uns aus den Ketten der patriarchalen Geschichtsschreibung befreien. Den Verrat, das Verbrannt werden, die Unterdrückung und die Geheimnisse, die aus dem Keller durch das Feuer aufgestiegen sind vergeben. Das Männliche in den Kriegen, die durch Europa gewütet haben, erlösen. Und beginnen die heilige Verbindung des Weiblichen und Männlichen in unserem Innen zu begehen. Doch dafür erfordert es in erster Linie aus dem Urteil auszusteigen, zu erkennen woher wir kommen. WO wir stehen und wohin wir gehen wollen. Und es erfordert, dass die Männer das verletzte Weibliche in sich betrachten. Ihr die Hand reichen, sich von ihr führen lassen, einweihen lassen. In das, was das ewige Mysterium des Weiblichen ist. Das Schöpfen, nähren und erhalten des Lebens. 

Frauen waren einst Priesterinnen der Liebe (bevor die Sexualität als unterdrückende und machtausübende Kraft missbraucht wurde). Könige erhielten ihre spirituelle Kraft durch die Einweihung der Frau. Einer Frau, die ihr Leben dem Göttlichen gewidmet hatte. Eine Frau, die das Gefäß der weiblichen göttlichen Kraft hier auf Erden war. Der Eingang ins Notre Dame ist der Eingang in die Gebärmutter. Es ist die Vulva, die sich öffnet, um in den tiefen und dunklen Raum der Gebärmutter einzuladen. In vielen alten tantrischen Strömungen war Kali die große Muttergöttin. Sie war die Schöpferin und Zerstörerin des Lebens. Sie war die Hüterin der Gebärmutter und ihrer Zyklen. Denn im Menstruationszyklus selbst birgt die Frau ihre spirituelle Kraft. Sie wird fruchtbar. Um zu empfangen. Unfruchtbar. Um sterben zu lassen. Jeden Monat aufs Neue. 

Wir treten durch den Eingang der Vulva in den dunklen Kirchenraum des Gebets. Dort beten wir zum Leben selbst. Und zum Mysterium des Lebens. Die 28 Könige beschützen den Eingang in den heiligen Raum - es sind Symbole für den 28-tägigen Monats - und Menstruationszyklus der Frau. Symbole für ihre Fruchtbarkeit. 
Notre Dame. Symbol des Weiblichen. Jahrtausendealtes Wissen gefangen in Stein. Nun befreit, um sich als neues Bewusstsein in uns allen zu integrieren. Wir brauchen keine Kirchen, um uns an das Göttliche in uns zu erinnern. Die große Muttergöttin zeigt ihre Gesichter in allem, was uns begegnet. Die Drachenlinien dürfen wieder zu leben beginnen. Die Kundalini Kraft der Erde erwachen. Damit wir frei werden von den Steinen, dem Feuer, der Ketten des Patriarchats. Das uns über viele Jahrtausende in unserer Kraft als Frauen und Männer gefangen gehalten hat. Denn kein System, das unterdrückend ist, will befreite Menschen. Menschen, die wirklich leben. Anstatt angepasst zu sein. Menschen, die ihre Lebenskraft spüren. Ihre Sexualität frei von Scham und Schuld lieben und leben. Die den Garten Gottes genießen und dabei lustvoll in den Apfel des Lebens beissen und ihre Schlangenkraft aufsteigen lassen, um zu erkennen, dass sie das Abbild Gottes sind. Das ist es, was Jesus uns lehren wollte. Das ist sein Licht an uns. Maria Magdalena und er in liebevoller Umarmung. Das göttliche Paar der Liebe. Weiblich und Männlich vereint. Sie hat ihn zu seiner Seele geführt. Ihn zum König gemacht. Damit er seine Mission erfüllen konnte. Und er hat ihr das Wesen der Liebe gezeigt - ohne Anhaften, sondern ewig frei. 

Und so darf aus der Asche von Notre Dame etwas Neues geboren werden. Eine neue Geschichte geschrieben werden. Eine Geschichte, die das Weibliche integriert. Her story. To be continued. 

Und so lade ich dich ein. Den Archetypus der Maria Magdalena in dir zu befreien. Mit unserer Avalon Reise und der 40 Tage Online Maria Magdalena Sadhana.

Love Nives

Mystic_Avalon_9.jpg

Mystic Avalon - eine Frauenreise nach Avalon

social_magdalena.jpg

I Remember Union - 40 Tage Online Maria Magdalena Sadhana

Nives Gobo