Mabon - Herbst Tag und Nachtgleiche

Herbstbeginn. Erntezeit. Seelenernte. Erdernte. Die Zeit ist reif, um die Äpfel von den Bäumen zu holen und auf dein Jahr zurückzublicken. Was ist als Essenz übrig geblieben. Essenz, die du in die dunkle Zeit des Jahres mitnehmen kannst? Die Herbst - Tag und Nachtgleiche umarmt uns. Es ist der Moment, über die Schwelle in die dunkle Zeit des Jahres  zu springen. Noch einmal den Kopf umzudrehen - in tiefer Dankbarkeit für alles, was war und was wir im Sommer erfahren und erleben durften. Um dann mutig und kraftvoll nach vorne zu schreiten - und die letzten Monate des Jahres zu genießen. Tag und Nacht sind am 21.9 gleich lang. Wir blicken zurück in den Sommer und spüren mit intuitiver Vorahnung in den Winter hinein. Wofür können wir uns bedanken? Aus tiefstem Herzen. Was dürfen wir erwarten? Für die letzten Monate dieses Jahres.

Zur Herbst Tag und Nachtgleiche - bei den Kelten Mabon genannt - sagen wir danke. Wir feiern. Legen die Stirn auf die herbstliche, feuchte Erde und verbinden uns mit der Erdmutter und ihrer reichen Ernte, die sie uns nun schenkt. Wir verabschieden uns vom Licht und umarmen die Dunkelheit. Wir ziehen uns gleich der Pflanzenkraft nach innen zurück. Die Erde ruft uns aus der Welt und dem Außen auszusteigen und nach innen in unser Heim, aber auch nach innen in unsere Innenwelt einzukehren. Ich lade dich ein, die kommenden Tage bewusst die Kraft Mabons zu atmen, über die Schwelle zu springen und deine Wurzeln tief in die Erdmutter wachsen zu lassen - Willkommen im Herbst, Frau. Es ist Zeit in die Nebel zu tauchen, die Kastanien ins Haus zu bringen und die ersten Kerzen zu entzünden. 

69612979_10156604835141687_5311777309856890880_n.jpg
42539871_10155886467876687_8765123069598498816_n.jpg
69318473_10156590594041687_6448647636915322880_n.jpg

21.9 Mabon - Über die Schwelle springen

Ach wie liebe ich es im Kreis der Jahreszeiten und der uralten keltischen Rituale mein Leben zu atmen. Nun ist es Zeit mit der größten Ernte der Erdmutter Abschied zu nehmen von der lichtvollen Zeit des Jahres. Noch einmal sind Tag und Nacht gleich lang, bevor die Nächte wieder länger werden und die Dunkelheit uns ihre friedvolle Stille schenkt. Die keltische Göttin Modron nimmt uns bei der Hand und führt uns in die mythischen Nebel des Herbstes, wo die Lebensthemen der dunklen Göttin in uns berührt werden. Stille. Loslassen. Sterben. Magie. Bald erwartet uns das nächste große Fest im November. Samhain. Das uns mit der magischen Kraft unserer weiblichen Weisheit verbindet. Doch bis dahin wollen wir jeden Tag mehr, die Natur dabei beobachten, wie sie in ihrem bunten Herbstkleid den Tanz des Loslassens tanzt. Mutig. Ohne Angst. 

Mabon oder Alban Elved ist das alte keltische Fest des Herbstes. Der Ernte. Der Danksagung. Des Abschieds. Der Freude. Der Stille. Der Erntemonat September schenkt uns alles, was wir brauchen, um durch den Winter zu kommen. Früher galt das vorallem für Nahrungsmittel und Vorräte. Heute können wir die Mabon Energie dadurch integrieren, das wir in eine tiefe Dankbarkeit gehen und uns bewusst und mutig auf die Botschaften des Herbstes einlassen. Ich habe heute einige Rituale für dich zusammengestellt, die du in den kommenden Tagen machen kannst, um für dich einen neuen Zyklus zu begehen. Mit der Kraft der kommenden Vollmondin und dem Segen von Mabon. 

Die Qualität ruft uns nach Innen. Es ist einer der beiden Tage im Jahr, wo Tag und Nacht gleich lang sind. Mit Mabon beginnt das Einkochen und Einlagern der reichen Ernte, die uns Mutter Erde nun schenkt und die uns durch den Winter tragen wird. Früher war das Überleben der Menschen von allem, was sie nun für die kalte Jahreszeit einlagern konnten, abhängig. Deswegen war Mabon ein wichtiger Übergangsritus - man dankte in ausgedehnten Festen den Göttern für die reiche Ernte. Nun beginnen wieder die Teestunden auf der Couch und das Lesen vor dem Kamin. Wie schön diese Zeit doch ist.

Rituale zu Mabon

  • Über die Schwelle springen. Du kannst für dieses Ritual entweder eine Kerze verwenden oder aus Drachenblutpulver eine Linie streuen. Am Abend des 21.9 oder einer der kommenden Tage, wenn es für dich intuitiv und zeitlich passt, bereitest du deinen Ritualsraum vor. Schmücke deinen Altar mit Kürbis, Blumen und Kerzenlicht. Räuchere. Singe ein Mantra. Schreibe einen Brief der Dankbarkeit oder mache die Dankbarkeitsmeditation. Drehe dich noch einmal um und betrachte den Sommer. Mit freudiger Süße. Und dann blicke mutig und selbstbewusst in den Herbst und in die kommenden Monate. Springe über die Schwelle - die Kerze oder die Linie aus Drachenblut in den Herbst hinein. Ein neuer Zyklus kann beginnen. 

  • Eine spezielle Kerze anzünden, die dich nun im Herbst begleitet - bis zum 21.12 (Winterbeginn)

  • ein Abendessen für deine Freunde kochen - die Zeit der Ernte mit deinen Liebsten verbringen und Geben, was du in deinem Herzen trägst. 

  • einen Hausputz machen - ausmisten. Kleider wegbringen, aus denen du herausgewachsen bist. 

  • Herbstliche Dekorationen ins Heim bringen - Kürbisse, Sonnenblumen, Kastanien, Kerzen in Orange, Violett und Braun, Nüsse, Quitten, Äpfel, Goldruten und ein Glas Wein. 

  • Räuchern - Kiefernadeln, Kopal, Zimt, Alraune, Myrrhe

    Ich wünsche dir ein fruchtbares Mabonfest - genieße die Mutter Erde und dich selbst.

Love Nives

PS: Willst du lernen mit mir durch den Jahreskreis zu reisen? Als Frau….direkt hinein in die Kraft der Weiblichkeit, die aus einer tiefen Verbindung zur Mutter Erde schöpft? Hier findest du meine Online Sadhana Frau sein im Jahresrad….



Kopie von Yogakurs (1).png

Frau sein im Jahresrad

Ich habe diese Online Yoga Sadhana - die aus acht Jahreskreis Yoga Praktiken und acht Webinaren besteht - für alle Frauen entwickelt, die Yoga im keltischen Jahreskreis erleben wollen. Im Körper erfahren wollen, welche tiefe Symbolik sie haben. Ihre Energie spürbar machen. Für den Geist und die Seele. Für all jene, die zu den uralten Wurzeln, Ritualen und Festen Europas zurückkehren wollen. Fühlen wollen, was es wirklich bedeutet mit der Erde zu leben und mit ihr verbunden zu sein. Als Frauen. Für all jene, die Yoga als Ritual und Gebet erfahren wollen. Tiefer tauchen wollen in das Geheimnis von Yoga als spirituelle Praxis und verkörperte Erdmedizin. Denn, wenn wir lernen als Frauen unseren Körper als Tempel der Seele zu erfahren und seine Tore im Rhythmus der Erde zu öffnen und zu schließen, erwacht die Magie der Weiblichkeit. Von innen heraus.

Nives Gobo