Wieso du als Frau nach Bali fliegen solltest - mit Rückflugticket

53355853_10156220918651687_7086319163609710592_n.jpg


Bali hat mich immer schon gerufen. Die ferne Insel mitten im Ozean von einer mystischen Kraft umgeben. Irgendwie wollte ich immer schon das Geheimnis lüften, das sie umgibt. Zehn Jahre nachdem dieser Wunsch in mir erwacht war, ist es nun soweit. Ich bin für fünf Wochen hier auf dieser magisch schönen Insel, um gemeinsam mit meiner Mitschöpferin Alexia Daksha Damini für unsere Shakti Yoga Teacher Trainings zu unterrichten.

IMG_0671.JPG

Das Weibliche in Dir nähren. Ankommen im Körper. Dich selbst als Tempel erleben. Bali ruft dich zurück. In die Medizin der Mutter Erde. In dein Becken. Und die Sinnlichkeit des genussvollen Frau Seins. Umgeben von den heilenden Energien des Dschungels. Der feuchten Luft die dich öffnet. Nicht nur deine Haut - auch die Sanftheit deiner Weiblichkeit. Bali kann dich zurück zu deiner sinnlich weiblichen Kraft tragen - die Natur, das Essen, die Massagen, die Früchte, Kräuter und Gemüse. All das hier, ist zutiefst weiblich und nährend. Und heilend.

Doch in all dem balinesischen Zauber des spirituellen Seins, in dem du an jeder Ecke Yogastunden, vegane Restaurants und Kristallohrringe findest, ist es wichtig, eines nicht zu vergessen: Du kannst dem Leben und all den Herausforderungen, das es bringt nicht entfliehen. Es gibt keinen Ort auf der Welt, wo du dich vor dir selbst verstecken kannst. Auch wenn er Bali heißt und du ein Angebot an Spirituellen Produkten, Workshops und Smoothies an jeder Ecke findest. Die Frage ist nicht, wie glücklich du sein kannst, wenn du auf Bali mit der Kokosnuss in der Hand im Schneidersitz meditierst. Sondern, wie entspannt und mutig du sein kannst, wenn du mit schwierigen Dingen in deinem Leben umgehen musst. Es gibt kein “Glücklich Sein” im Paket zu kaufen. Und es geht in einem integrierten, spirituellen Leben auch nicht darum, dass wir alle nach einer Yogastunde in Liebe und Licht auf die Straße gehen und erleuchtet sind. Spiritualität ist kein Lifestyle. Sondern eine tiefe Hingabe an und in das Leben hinein. Nämlich in seiner gesamten dualen Komplexität, das es uns täglich liefert. Spiritualität drückt sich nicht darin aus, welche hinduistischen Götter du auf deinem T- Shirt hast, oder welche Mala du gerade um den Hals trägst. Sondern darin, ob du die Disziplin hast, dich morgens auf deine Yogamatte zu setzen und jene Dinge mutig und ehrlich zu betrachten, die dein Leben schwer machen. In Körper, Geist und Seele. Und mit all diesen Widerständen atmen zu lernen. Es ist leicht, in einer spirituellen Blase zu leben, in der wir krampfhaft versuchen Licht zu sein. Es ist leicht unseren mangelnden Selbstwert als Frauen von den Gucci Kleidern und Silikonbrüsten auf Leinenhosen und Kristallohrringe zu verlagern und zu glauben, es habe sich etwas verändert. Es geht um die Tiefe, die du deinem Leben gibst. Die Tiefe des Hinsehens. Wirklich Hinsehens. Die Tiefe des Fühlens - alles Fühlens. Und vorallem jenes, das weh tut. Wahre Spiritualität beginnt, wenn wir aus unserer “Bali Bubble” aussteigen, aufhören von einem zum anderen spirituellen Ratgeber zu hoppeln, alles in den Wattebausch von Liebe und Licht hüllen und endlich beginnen, die Tiefe unseres Menschseins zu erfahren. Und uns genau dort zu lieben. In der Größe. Der Verletzlichkeit. Dem Schmerz. Der Freude. Dem Still sein. Und laut schreien. Der Ehrlichkeit. Und der Wahrheit. Das Göttliche im Menschen zu finden, bedeutet deine wahre Größe zu finden. In der Medizin des tiefsten Schmerzes, der in dir ist.

unnamed 2.png
0B32B9E0-66E9-4D51-9661-68FDA773051A.JPG
54258299_10156230766096687_6291065754976518144_n.jpg
54433953_10156225574216687_1798872877844398080_n.jpg
Nives Gobo