Über Eier, Hasen und Fruchtbarkeit

 

Jedes Jahr aufs neue feiern wir Ostern und bemalen Eier, backen Pinzen, verschenken Osterhasen und dekorieren unsere Heime mit den ersten Frühlingsboten wie Primel, Krokus oder Tulpen. Die katholische Kirche hat diese besonderen Feiertage, die in Europa eine uralte Tradition haben, für sich übernommen und die Auferstehung Christi auf dieses Datum gelegt. Doch wenige wissen, was tatsächlich hinter den vielfältigen Ostersymbolen steht. Deswegen möchte ich dich heute in die Geschichten über Fruchtbarkeitsgöttinnen, Pflanzenkraft und die mysthische Bedeutung des Ostereis entführen. 

Das Ei ist Leben

Im Frühling rund um Ostern beginnen die Vögel, Hühner und Wildvögel ihre ersten Eier zu legen. Früher, als die Hühner noch auf Wiesen statt in Legebatteriekäfigen lebten, legten sie ihre Eier in Nestern in den Gärten und Wiesen ab. Von daher kommt die Tradition des Eiersuchens im Garten. Doch die Mytsik des Eis liegt noch viel verborgener in den Fruchtbarkeitsgöttinnen des Frühlings. Seit jeher ist das Ei ein Symbol der Weiblichkeit. Es symbolisiert das Leben, den aus dem Ei ensteht ein ganzes Leben. Es ist die Urzelle des Lebens. In ihm ist ein gesamtes Lebenserhaltungssystem enthalten, das von einer harten schützenden Schale umgeben ist.  In vielen Kulturen dieser Erde stand das Ei für das ewige Leben. Kein Wunder, dass es mit Beginn des Frühlings und dem Osterfest als Symbol des neuen Lebens und der Fruchtbarkeit verspeist, bemalt und gefeiert werden. Denn nun hat das Licht endgültig über die dunkle Zeit des Jahres gesiegt. Im Ayurveda gelten Eier als äußerst nährend für die Fruchtbarkeit und wirken sexuell anregend. Allerdings sind sie schwer verdaulich und kühlend und sollten nicht mit Milch, Fleisch, Käse und anderen schwer verdaulichen Nahrungsmittel kombiniert werden. Ich mag Eier manchmal. Meistens rund um die Osterzeit und kombiniere sie gerne gekocht mit einer Schale Quinoa und etwas kurz blanchiertem Spinat. Als vegetarisch lebend, brauche ich manchmal einfach diese extra Portion Eiweiß. Aber wie immer gilt: Saisonal und dann, wenn es einfach in die Jahreszeit passt. In der TCM wirken Eier muttermilchbildend und stärken das Blut. Sie sind daher sehr gut Schwächegefühlen und schwachen Nerven, weil sie dich wieder stark und widerstandsfähig machen. 

 

Fruchtbare Hasen

Im Frühling beginnen die männlichen Hasen auf den Feldern zu tanzen, um die weiblichen Hasen zu beeindrucken und die Paarungszeit einzuleiten. Die Hasen sind die ersten Tiere, die im Frühling Kinder bekommen. Und das meistens gleich 14 Stück. Deswegen sind sie die idealen Repräsentanten der Frühlings- und Osterzeit, die auch als Wiederkehrung der Fruchtbarkeit in der Natur gefeiert wird. Außerdem sind die Hasen Boten der germanischen Frühlingsgöttin Ostara. Von ihr leitet sich auch unser Name für das Osterfest ab. Sie besiegt endgültig die Eisriesen des Winters und leitet damit den Frühling ein. Ostara steht für die Kraft der Tranformation und Erneuerung. Sie unterstützt uns dabei mit ihrer Feuerkraft nun neue Wege zu gehen, unsere Pläne neu auszurichten und kraftvoll in den Frühling zu erwachen. Sie lockt uns aus der winterlichen Innenwelt, in der wir die letzten Monate verweilten, raus in die Welt und hilft uns unser Leben neu auszurichten und unsere Visionen in die Welt zu tragen. In vielen Kulturen werden zu Ostern rote Eier verschenkt. Damit sind sie ein Symbol der Ostara und ihrer Fruchtbarkeit, die sie nun großzügig über die Welt ausschüttet. 

 

Feuer und Flamme

Das Osterfeuer ist ein altes Ritual zur Beschwörung der Sonne. Man feierte mit dem Feuer die aufkeimende Kraft der Pflanzen, die nun viel Feuerkraft brauchen, um aus der Erde hinein in die Welt zu wachsen. Das Feuer ist ein Symbol der Reinigung und Transformation. Wir dürfen nun endgültig aus dem Winter erwachen und aus der dunklen Zeit in die warme und lichte Zeit treten. Auch das Feuer ist so wie das Ei ein Symbol des Lebens, denn Feuer wärmt uns, kocht unser Essen und schenkt uns Energie. Das Feuer der Sonne lässt die Pflanzen wachsen und das Leben auf der Erde gedeihen. Deswegen brennen nun zu Ostern überall im Lande strahlende Osterfeuer, die den alten Winter endlich entlassen und zerstören und die Kraft von Ostara über das Leben der Menschen bringen. Das Feuer ist eines der stärksten Kräfte das uns bei einem Neuanfang, so wie der Frühling es ist, begleitet und uns den Mut schenkt, hinauszutreten und das Frühlingserwachen mit offenen Armen zu begrüßen. 

Schöne fruchtbare Osterrituale,
die du zu Ostern machen kannst

Zünde eine rosa Kerze an und betrachte das Feuer. Schreibe einen Brief an den Frühling und bitte darum, dass Ostara dich bei deinen neuen Plänen unterstützt. Setze dich in die Wiese und atme die ersten Sonnenstrahlen ein. Iss Bärlauch, Löwenzahn und Brennnessel. Tanze. Danke. 

Ich wünsche dir ein buntes, freudvolles und fruchtbares Osterfest,

 

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