Das Kleine Schwarze - Kaffeegenuss bewusst gemacht

 

Der gute alte Kaffee. Ist so eine Sache mit dem schwarzen Kulturgetränk. Er riecht gut, lädt ein zum gemütlichen Entspannen, schmeckt in unterschiedlichen Varianten und verleiht aus ayurvedischer Sicht Konzentrationskraft und Geistesklarheit. Jedoch hat die kleine schwarze Bohne auch viele Nebenwirkungen, die für ein ganzheitliches Gesundheitsgefühl nicht zu unterschätzen sind. Nervenaufreibend, magenreizend, energieraubend, stark säuernd und stressverstärkend. 

 Kaffee ist weder böse noch heilig. Er kann gesund sein, wenn man ihn richtig einsetzt. Doch seine negativen Auswirkungen auf dein Körper-Seelen-Geist Gleichgewicht sind nicht zu unterschätzen.

Kaffee ist weder böse noch heilig. Er kann gesund sein, wenn man ihn richtig einsetzt. Doch seine negativen Auswirkungen auf dein Körper-Seelen-Geist Gleichgewicht sind nicht zu unterschätzen.

Ich fühle es sofort, was der Kaffee in meinem Körper und mit meinem Geist macht, wenn ich einen getrunken habe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich meinen Körper über die vielen Jahre der bewussten Ernährung darauf sensibilisiert habe, was mir gut tut und was nicht. Und mit der vielen Erfahrung als Ernährungsberaterin und dem ständigen Herumexperimentieren, habe ich auch schon herausgefunden, zu welcher Tageszeit und in welcher Zubereitungsart er mir richtig gut tut anstatt mich in ein flattriges Hoch mit Magenübersäuerungszuständen zu katapultieren. Ich werde dir hier weder sagen, dass Kaffee gut, noch dass er schlecht ist. Ich zeige dir einfach, dass Kaffee auf jeden Menschen anders wirkt. Dass sein Gesundheitsfaktor stark davon abhängt, wie deine Ernährungsgewohnheiten im Allgemeinen sind und ob ein saures oder basisches Grundmilieu deinen Körper regiert. Dann wirst du selbst lernen bewusst und selbstbewusst mit dem Thema Kaffee umzugehen, und vielleicht aufhören - falls es so ist - ihn in großen Mengen zu einem Lebens- statt Genussmittel zu machen. 

Es ist so, wie mit allem in der Ernährung:

Beobachte was dir gut tut. Lerne, wieder in deinen Körper zu spüren. Ersetze ungesunde Gewohnheiten durch langfristige Alternativen, die gesund sind und dich sinnlich bereichern. Erkenne. Probiere aus. Sei kreativ. Sei nicht zu streng zu dir und gehe weiter. Solange du täglich versuchst, deinen Körper wie den Tempel deiner Seele zu behandeln und die richtigen Gesundheitsentscheidungen in dem Wissen zu treffen, dass du nur diesen einen Körper in diesem einen Leben hast, ist alles gut und im Flow. 

Dem deliziösen und äußerst raffiniertem Kaffeegenuss ist im Ayurveda nichts entgegenzusetzen, solange du es bewusst und in dem Wissen praktizierst, was der Kaffee mit dir macht, ob du ihn überhaupt gut verträgst und wie du ihn so in deinen Alltag einbauen kannst, das er dich positiv beeinflusst statt langfristig Gesundheitsproblematiken hervorzurufen.

Hier kommen meine Erkenntnisse für alle Kaffeeliebhaberinnen und Koffeingeniesserinnen, die Lust darauf haben ihre Liebelei mit dem kleinen Schwarzen mit mehr Bewusstsein und Wissen zu füllen. Denn gesunde Ernährung beginnt mit dem Schritt, dir über das, was du dir täglich zuführst Gedanken zu machen und bewusst mit deinen Ernährungsentscheidungen umzugehen. Obwohl der Kaffee in vielen derzeitigen Ernährungstrends verpönt wird, kommt es in der ältesten Ernährungslehre der Menschheit - dem Ayurveda - für die mein Herz seit vielen Jahren schlägt, darauf an, wie du dosierst, wie du bekömmlich machst und wie du deine tägliche Ernährung auf deine aktuelle Lebenssituation ausrichtest.

Von mir gibt es ein Ja zum Kaffeegenuss. Mit Achtsamkeit. 

 

Die bewussten Kaffeefacts

1. Kaffee macht sauer

Unser Körper liebt ein basisches PH-Milieu, denn das ist auch sein natürlicher Urzustand in dem er sich durchs Leben bewegen sollte. Leider sind die meisten Menschen heute durch falsche Ernährungsgewohnheiten, zu viel weißem Zucker, zu wenig Bewegung und viel zu vielen Genussmitteln extrem übersäuert. Wenn wir basisch sind und versuchen unseren PH Wert basisch zu halten, ist unser Immunsystem stark, wir fühlen uns entspannt und die Stoffwechselprozesse in unserem Körper funktionieren einwandfrei. Die Kaffeebohne ist von Natur aus sehr säurehaltig und produziert ein saures Grundmilieu in unserem Körper. Das führt dazu, das viele Mineralstoffe, die der Körper braucht, um seinen badischen Grundton zu halten durch zu viel Kaffeegenuss aus dem Körper geschwemmt werden. Schlecht für Gesundheit, Haut und Knochen. Ausserdem führt ein chronisch übersäuerter Körper zu unterschiedlichen entzündlichen Prozessen, woraus sich mit der Zeit Krankheiten wie Gastritis, Akne, Osteoporose, Cellulite, Übergewicht, schlaffes Bindegewebe und sogar Krebs entwickeln können. Deswegen gilt: Wenn du viel Kaffee trinkst und es einfach nicht lassen kannst, öfter als einmal am Tag deine Nase von der herben Bohne verführen zu lassen, solltest du regelmässig ein Basenpulver einnehmen und auf genügend Zufuhr von Mineralstoffen achten. Die preiswerteste Medizin, um deinen Körper basisch zu halten ist es, ausreichend Wasser zu trinken. 

2. Kaffee fördert die Konzentration

Kaffee regt den Blutkreislauf an und wirkt sich daher anregend auf das Gehirn aus. Du hast es sicher gemerkt: Mit Kaffee denkst du schneller, klarer, wacher, aufmerksamer. Deswegen trinkst du ihn wahrscheinlich oft, vor allem in der Arbeit. Kaffee kann ein wertvoller Nachmittagsbegleiter sein, wenn der berühmte Energieabfall gegen 14:00 eintritt. Wenn du ein gutes Mittagessen genossen hast, und dein Magen entspannt mit hochwertigen Nährstoffen gefüllt ist, dann kann Kaffee eine gute Abhilfe gegen Müdigkeit und Konzentrationslosigkeit sein. Doch achte darauf, ihn nicht zu spät am Nachmittag oder sogar abends einzunehmen, da er nachweislich den Schlaf stört und dich daran hindert in tiefe Träume zu sinken.  

3. Kaffee verspannt die Muskeln

Alles was dich sauer macht, verspannt dich auch. Sauer zieht die Muskeln zusammen und führt zu einem abgespannten Gefühl in Körper, Geist und Seele. Wenn du wieder spürst, das der Nacken zwickt und zwackt, du dich verspannt fühlst und das Gefühl hast deine Muskeln brauchen eine Loslasskur, dann verzichte für ein paar Tage auf die schwarze Genussbohne und nimm regelmässige Basenbäder. Lege ein paar Yin Yoga Sessions ein und trinke leckeren Ingwertee mit Honig, um dein Bindegewebe zu entschlacken und die Säure aus dem Körper auszuleiten. 

4. Kaffee regt die Verdauung an

Wir alle lieben den Kaffee nach einem üppigen Essen beim Italiener. Irgendwie verleiht uns der berühmte Espresso danach den Kick, den wir brauchen, damit die Müdigkeit von Pizza, Parmesan und Tiramisu uns nicht im Lokal einschlafen lässt. Es ist ganz einfach: Schweres, üppiges und all zu vieles Essen bedeutet, die Verdauung wird belastet und du hast weniger Lebensenergie zur Verfügung. Deswegen kann ein Kaffee nach dem Essen einfach eine Wohltat sein, weil seine Säure die Magensäuren anregt und die Verdauung deswegen besser funktioniert.  

5. Kaffee fördert Stress im Körper

Kaffeegenuss regt die Adrenalinausschüttung in deinem Gehirn an. Das signalisiert dem Körper, das du dich in einer Stresssituation befindest und dich eigentlich auf die Flucht vor etwas begeben musst. Morgens, in der Arbeit oder beim gemütlichen Tratsch mit der Freundin ist das wahrscheinlich eher kontraproduktiv. Oder? Oft erlebe ich, das Menschen, die täglich bis zu fünf Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke trinken, am Abend nicht müde vom Tag, sondern von der ständigen Adrenalinausschüttung verursacht durch Kaffee sind. Denn was passiert? Du bekommst nach dem Kaffeegenuss für zwei Stunden die benötigte Energie und hast dann einen rapiden Energieabfall, der dich wieder dazu verführt, noch mehr Kaffee zu trinken. Deswegen gilt meine absolut goldene Regel beim Kaffeegenuss: Trinke ihn nicht, wenn du dich gestresst fühlst. Versuche ihn nicht zu verwenden, um dich künstlich wach zu machen oder zu halten. Beobachte lieber, was du tun kannst, um durch gesunde, bewusste Ernährungsentscheidungen mehr Energie in dein System zu bringen. Steige bei Müdigkeit lieber auf Matcha, Mate oder grünen Tee um. Die enthalten zwar auch Koffein, wirken aber nicht so aggressiv wie der Kaffee auf dein Zentralnervensystem und enthalten unglaubliche Anti - Aging Eigenschaften. Machen Frau auf Dauer schön. 

6. Kaffee ist ein Genussmittel, kein Nahrungsmittel!

In meiner Praxis als Nutrition Coach und Yogalehrerin erlebe ich immer wieder Menschen, die sich den ganzen Tag in der Arbeit von Kaffee ernähren, anstatt zu essen. Kaffee ist bei Ihnen Nahrungsmittel. Wenn ich eine Empfehlung zu wie oft, wann und wie darf ich Kaffee trinken abgeben darf? Einmal am Tag. Nach dem Essen. Nicht auf nüchternen Magen. Entweder Vormittags oder Nachmittags. Öfter einmal eine kaffeefreie Woche einlegen. Du musst verstehen, dass Kaffee nicht dein täglich Brot und Wasser ersetzen darf. Es ist und bleibt ein Genussmittel und als solches darfst du es auch genießen. 

7. Kaffee ist ein Vitaminkiller

Kaffee hindert aufgrund seiner säuernden Wirkung deinen Körper daran, Vitamine aufzunehmen. Betroffen sind im Besonderen Vitamin C und die Vitamin B-Komplexe, die gerade für Frauen sehr wichtig sind. Denn sie entspannen das Immunsystem, halten die Haut jung und frisch und lassen dich die Menstruation entspannt erleben. Sei dir darüber bewusst, dass je mehr Kaffee du trinkst, desto mehr solltest du darauf achten, eine gesunde Ernährungsweise in dein Leben zu integrieren und viel frisches  Gemüse und Obst zu essen. 

 

Espresso, Latte, vegan mit Mandelmilch oder eine Starbucks Variation?

Darauf kann ich dir keine Antwort geben. Auch das kommt darauf an, wie du ihn liebst, ob du Milch gut verträgst oder ein Espresso deinem trägen Stoffwechsel nach dem Essen Abhilfe verschafft. Auch hier musst du lernen, auf deinen Körper zu hören. Auf nüchternen Magen ist Kaffee aufgrund der Säure nicht gut. Mit aufgeschäumter Milch wird die Säure neutralisiert und verfeinert mit Kardamom und Zimt wird er sogar bekömmlicher. Wenn du jedoch Milch nicht gut verträgst, verschleimt bist und an Übergewicht leidest, ist ein Espresso mit Zimt sicherlich die bessere Wahl für dich. Und wenn du vegan lebst, dann eben mit Mandelmilch. Obwohl hier meiner Meinung nach der leckere Geschmack verloren geht. Wovon ich wirklich abraten möchte, ist Starbucks Kaffee mit all den künstlichen Zusätzen, Zucker und Haltbarmilchprodukten. Ein-/oder Zweimal im Jahr. Ok. Zu Weihnachten mit Jingle Bells im Hintergrund kann ein Starbucks Besuch wirklich gemütlich und genussvoll sein. Aber sich täglich einen Starbucks Kaffee zuzuführen ist sicherlich nicht die gesündeste Kaffeegenuss - Entscheidung. Versuche deinen Kaffee mit einer guten Espressomaschine aus Edelstahl aufzubrühen und ihn dann mit Gewürzen zu verfeinern. Besorge dir hochwertigen Qualitätskaffee aus Fairtrade Produktion und falls du Milchprodukte verwendest, dann bitte nur in österreichischer Bioqualität. Mich ist im Ayurveda ein sehr nährstoffreiches und kraftvolles Nahrungsmittel und sollte nur sparsam eingesetzt werden. Bedenke auch das bei deiner Kaffeegenuss - Entscheidung.

 

Kaffee in meine Style

Meine Inspiration, um das kleine Schwarze bekömmlicher für Körper, Geist und Seele zu machen: Erst am Nachmittag nach dem Mittagessen trinken, vorzüglich schwarz oder mit Mandelmilch und Zimt und Kardamom aufgepeppt. Immer wieder mal eine Kaffeepause (einige Wochen ohne Kaffee) einlegen, um den Körper zu entsäuern, er wird es dir danken! Geniesse deinen Kaffee bewusst und spüre was er ihn dir tut. Mach ihn zu einem Genussmittel für die besonderen Momente des Lebens und wenn du ihn liebend gerne trinkst und gleichzeitig gesundheitsverliebt bist, dann bitte ohne Reue. Denn das Wichtigste für eine gesunde Ernährung, ist die Liebe zu dem was du isst und trinkst. 

Auf den Kaffeegenuss,