Maria, die Erdgöttin und das Weibliche zu Weihnachten

 

Die wenigsten Menschen wissen, dass die Weihnachtszeit eigentlich zutiefst weiblich ist. Sie ist nämlich in der ursprünglichen europäischen Tradition voll mit Festen im Rhythmus des Mondes, die den Zyklus der Erde und ihren Jahreszeiten in den Mittelpunkt stellt. Nachdem das Christentum sich fest in Europa etabliert hatte, übernahm es die heidnischen Traditionen der Kelten und Urvölker und fusionierte sie mit den eigenen Symbolen, Ritualen und Heiligenbildern. Die wenigsten wissen auch, dass alle katholischen Feste, wie wir sie heute bewusst oder unbewusst feiern, eigentlich synkretistische Rituale sind, deren Bedeutung oft tief  in den Geschichten der Erdgöttinnen verborgen sind. 

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Das weibliche empfängt das weibliche

Nachdem das Weibliche aus den Führungsschichten des Christentums verdrängt und verbannt wurde, fand es seinen Platz in unterschiedlichen Heiligenfiguren, die bis heute in verborgenerer Sprache die Schönheit der weiblichen Kraft vermitteln. Maria als Mutter Jesu ist mit ihren Symbolen eine Repräsentation des Weiblichen. Aus dem unendlichen Ozean der Fruchtbarkeit emporgestiegen (Maria = mare = das Urmeer = ein Symbol der weiblichen Fülle und Fruchtbarkeit) und in einen Sternenmantel gehüllt. Maria ist in ihrer symbolischen Geschichte die Repräsentantin von Mutter Erde, die sich nun, wo die Tage sehr kurz und sehr dunkel sind, auf die Wiederkunft der Sonne zur Wintersonnenwende am 21. Dezember vorbereitet. Am 8. Dezember feiern die Christen ihre Empfängnis durch ihre Mutter Anna. Das Weibliche empfängt das Weibliche. Und so empfängt die Erde den Samen des Lichtes, um ihn zu gebären und damit einen neuen Lebenszyklus für die Menschen in Gang zu setzen. 

Wenn wir mit Geschenken, Mistelzweigen, Kerzen, Liedern, Gebeten, Weihnachtsbäumen und Adventkränzen die schönste Zeit des Jahres zelebrieren, dann verehren wir ursprünglich die große Erdgöttin, die Mutter Natur und ihre gesamte Schöpfung. Wir feiern die Geburt des Lebens, das in der größten Dunkelheit entsteht, um das Licht der Welt zu erblicken. So wie der Embryo, der in der Gebärmutter der Frau gedeiht, um zu einem lebensfähigen Menschen zu werden. Wir feiern das Licht der Sonne, das zurückkehrt und beschenken uns zu dieser magischen Zeit, um gemeinsam den neuen Zyklus des Lebens zu begehen. Wir hängen Kugeln und Kekse in den Baum, um unsere Wünsche in den Himmel zu schicken und um Segen für unser Leben zu bitten. 

 

Die weibliche Erleuchtung

Es gibt viele weitere Feste und Riten rund um die Weihnachtszeit, die auf die ursprüngliche Verehrung des Weiblichen zu Weihnachten hindeuten. Das Lucienfest am 13. Dezember, das Fest der Heiligen Drei Könige, die eigentlich die heiligen drei Göttinnen der Erde sind, die am 6. Jänner zurückkehren und sogar im Krampus finden wir die Krampen oder auch calleach die keltische Göttin des Todes, die am 5.12 gefeiert wird und symbolisch die tiefe Dunkelheit repräsentiert, die uns zu dieser Zeit heimsucht. Über vieles werde ich in den kommenden Wochen noch schreiben, einiges bleibt weiterhin verborgen und doch ist es an der Zeit, dieses alte Wissen wieder unter die Menschen zu bringen. Denn um ein gesundes, glückliches, echtes und würdiges Leben zu haben, müssen wir wieder die Sprache der Erde hören, verstehen und mit dem Herzen fühlen lernen. Der Erde, unserer Mutter, dafür danken, dass sie uns täglich mit all dem versorgt, was wir brauchen, um als Menschen auf diesem Planeten zu leben. Erst, wenn wir wieder verstehen, welche zauberhaften Mysterien unter den starren Schichten des Alltags verborgen sind, wird unser Leben jene Tiefe und Fülle bekommen, nach der wir uns alle in unseren Herzen sehnen. Denn das was ewig währt, ist weder Geld noch äußerliche Vergnügungen, Konsum oder Erfolg und materieller Reichtum. Das, was am Ende deines Lebens bleibt ist die Frage, ob du herausgefunden hast, wer du wirklich  bist und was dich tief in deiner Seele bewegt und ob du dein Potenzial wirklich gelebt hast. Yoga kann ein Weg dorthin sein. Die Verbindung mit den Mysterien der Mutter Erde ein anderer. Meditation kann dich dorthin führen oder auch das Auflegen der Hand auf dein Herz. Versuche dieses Jahr zu Weihnachten, das Nährende, Liebevolle, Sanfte und Tiefe des Urweiblichen in den weihnachtlichen Symbolen zu suchen und zu finden. Shakti in ihrer Manifestation als die große Mutter, die in Liebe, Demut und Hingabe ihr Kind der Welt schenkt, um das Licht über das Leben der Menschen zu bringen.

Ich wünsche dir von Herzen, eine magische und zauberhafte zweite Adventwoche. 

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